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Ein Tag im Leben eines BWL-Studenten

21. März 2019 admin Keine Kommentare

Liebes Tagebuch,

ich, Jana Aniol, berichte Dir heute von meinem Tag in der Uni. Vorlesungen waren natürlich langweilig, aber der eine Prof hat ein bisschen etwas zum 100-jährigen Bestehen der Uni erzählt, das war ganz ok.

Mathe und BWL

Aber der Reihe nach: Ich musste heute Morgen mal wieder ultra früh aufstehen. Warum müssen Vorlesungen auch um 10.15 Uhr anfangen? Ich war total in hurry, um noch meinen Starbucks Coffee und Muffin zu holen #healthylife. Die Vorlesung war auch wieder exhausting: Statistik II. Ich meine, hätte man mir auch mal früher erzählen können, dass ich hier so viel Mathe können muss. Das letzte Mal, dass ich in Mathe etwas verstanden habe, war Zinsrechnung.

BWL damals und heute und vielleicht morgen

Dann hatte ich heute auch noch die Logistik VL, wieder so ein Fach, was keiner meiner Nicht-BWL-Freunde kennt. Die gucken mich dann immer an und fragen: „Ich dachte, du studierst BWL?“ Ich meine, es gibt echt Vielfalt bei uns. Die Freundin einer Freundin hat ihre Bachelorarbeit auch zur Motivation von Blutspendern geschrieben. Naja, eigentlich wollte ich Dir ja erzählen, wie der Prof mit uns über die Uni gechattet hat. Bevor die Uni so offiziell 1919, voll lit das Datum, gegründet wurde, gab es schon Fortbildungskurse für verschiedene Berufsgruppen, darunter auch Kaufleute. Wir BWLer waren also auch damals schon am Start. Wie sich das in 100 Jahren so ändern kann, von einem kleinen Fortbildungskurs zu mittlerweile einer eigenen Fakultät mit acht Schwerpunkten. Ich hätte ja nichts dagegen, wenn sie einen Fashion-Schwerpunkt starten würden.

Der nicht ganz so ernste Blick in die Zukunft einer BWL-Studierenden

Das mit dem Fashion-Schwerpunkt wird für mich ja nichts mehr, aber naja, wird sich schon etwas finden. Ich werde eh nur die wichtigsten Vorlesungen besuchen (die, in denen es um Geld geht) und am besten vor dem Bachelor von irgendeinem Unternehmen gehired werden. Dann ein paar Leute rauswerfen, die dort seit 30 Jahren arbeiten und die Firma eh nur Geld kosten. Oder ich schau mir Abläufe an, von denen ich keine Ahnung habe, werfe ein paar Arbeitsschritte durcheinander und nenne das dann Optimierung. Ist ja egal, ob das sinnvoll ist oder den Mitarbeitenden gefällt. Die Firma ist ja nur ein Sprungbrett for the next big Company, das mir noch mehr Geld anbietet. Eigentlich wollte ich ja Medizin studieren, aber dafür war mein Schnitt zu schlecht. In Physik und Chemie sitzen eh nur Nerds und viel arbeiten in einer Berufsausbildung ist nun wirklich nicht mein Fall. Ich habe mich ein wenig erkundigt und immer als ich erwähnte, ich wisse mit meinem Leben nichts anzufangen, wurde mir ein BWL Studium vorgeschlagen.

Bis morgen, werde jetzt noch ein bisschen netflixen.

Anmerkung der Autorin

Für alle Leser, die es nicht bemerkt haben, das ist Ironie. Ich wollte auf eine witzige Art die Vorurteile gegenüber BWL-Studierenden aufzeigen und mit meiner Übertreibung deutlich machen, wie unwahr sie sind. Ich selbst habe über Umwege zur BWL gefunden und bin sehr glücklich darüber.

Ich möchte an dieser Stelle der Stadt Hamburg und den ganzen Menschen, die die UHH zu der machen, die sie ist, war und sein wird, beglückwünschen. 100 Jahre ist in Universitätsjahren noch sehr jung, und trotzdem ist die UHH eine der führenden Universitäten national wie auch international. Das verdient ein großes Lob. Jana Aniol

Quellen

https://www.uni-hamburg.de/uhh/profil/geschichte.html
https://www.bwl.uni-hamburg.de/studium/bachelor-studiengaenge/bachelor-of-science-bwl.html

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