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Globalisierung und Digitalisierung in Bildung und Medizin (Teil II)

08. April 2019 admin Keine Kommentare

Die Welt verändert sich: Digitalisierung, Globalisierung, Individualisierung. Seit den so genannten „00er-Jahren“ scheint nichts beständiger als der ständige Wandel. Dies wird durch den Einzug von Social Media in die Unternehmenswelt verstärkt und wirkt auf alle Bereiche – auch auf die Bildung und Universitäten. Ein Beitrag von Adnan Hariri, Humam Tarasi und Ibrahim Arrouk.

Digitalisierung und technische Entwicklung

Nicht nur die Globalisierung beeinflusst die Medizin, sondern auch die Digitalisierung und technische Entwicklung. Fast in jedem Haushalt arbeiten und leben die Menschen heute mit Smartphones oder Computern, sie kaufen online ein, streamen Filme, lesen Nachrichten auf ihren Tablets oder nutzen soziale Netzwerke und Messenger-Programme, um sich innerhalb von Sekunden mit Menschen rund um den Globus zu vernetzen. Auch im Gesundheitssektor hat die Informationstechnologie nachhaltige Veränderungen hervorgebracht. Zwar verläuft der Trend zur Digitalisierung durch die hohen Qualitätsanforderungen und die Regulierung langsamer als in anderen Bereichen, dennoch ist auch in der Medizin der Beginn eines tiefgreifenden Wandels zu spüren. So nutzen Ärztinnen und Ärzte bereits heute täglich moderne elektronische Technologien und IT-Systeme. Sie ermöglichen die Organisation von Krankenhäusern, die Verwaltung und Dokumentation von Patientendaten, steigern diagnostischen Möglichkeiten, bieten Alternativen zu invasiven operativen Eingriffen und geben Patienten in einigen Ländern sogar die Chance, den Arztbesuch von zu Hause aus per Videokonferenz zu erledigen.

Informationstechnologie in der Medizin

Ein Blick auf den Stand der aktuellen Forschung und neueste klinische Studien verrät, welche entscheidende Rolle die Informationstechnologie im medizinischen Alltag spielen wird. So beschäftigt sich zum Beispiel ein aktuelles Forschungsgebiet mit neuronalen Interfaces, so genannte Brain-Computer-Interfaces. Basis dafür ist die Kopplung von Nervenzellen im Gehirn mit einer Recheneinheit oder einem Computer. Diese Schnittstellen werden dann dazu genutzt, Recheneinheiten anzusprechen, wodurch sich Computerprogramme oder Prothesen durch die normale Gehirnaktivität steuern lassen. Eine klinische Studie aus den USA nutzt eine solche Technologie zur Therapie von Patientinnen und Patienten mit refraktärer fokaler Epilepsie. Schwierige Fälle werden heute zum Beispiel online in größeren Krankenhäusern von behandelnden Ärzten zusammen mit Fachspezialisten und Pflegefachleuten diskutiert, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Die behandelnde Nichtexpertin oder der behandelnde Nichtexperte lädt die Dokumente der Patientin oder des Patienten mit den nötigen Bildern und Fragen über das Internet (direkt über Internet oder indirekt über eine standardisierte E-Mail) auf einen zentralen Server hoch. Expertinnen und Experten werden automatisch um ihre Meinungen gebeten, welche von allen Mitgliedern der Gruppe eingesehen werden können. Es wurden auch verschiedene Apps entwickelt, die bei der Kontrolle und Observation von chronischen Erkrankungen helfen.

Vorteile im Medizinstudium

Medizinstudierende haben während des Studiums viele hilfreiche Instrumente, so dass sie sich eine Operation mit 3D-Effekt anschauen können, ohne dabei gewesen zu sein. Heutzutage gibts viele Ebooks, die mit Bildern hoher Auflösung tiefste und komplexe Details verdeutlichen können. Es gibt auch zahlreiche Foren, in denen sich Studierende untereinander sowie mit Professorinnen und Professoren austauschen. Da der Inhalt des Medizinstudiums – wie viele andere Bereiche – ständig und in manchen Fächern, wie zum Beispiel Biochemie und Genetik, von Jahr zu Jahr aktualisiert wird, spielt Online-Literatur eine große Rolle, um den Studierenden stets den aktuellen Stand der Wissenschaft zu vermitteln.

Man sagt, Digitalisierung und Globalisierung seien, wie alles, Medaillen zweier Seiten. Sie haben also Vor- und Nachteile. Dieser Beitrag hat sich auf die Vorteile und Gewinne konzentriert, da die Nachteile nicht in der Digitalisierung und Globalisierung selbst zu finden sind, sondern aus ihrem Missbrauch resultieren – zumindest unserer Meinung nach.

Wir gratulieren der Uni Hamburg herzlich zu ihrem 100-jährigen Jubiläum und wünschen ihr erfolgreiche Fortführung der hervorragenden Arbeit, der zielorientierten Ausbildung der Studierenden in allen Fachgebieten, die durch modernste Technik unterstützt wird. Und dass sie weiter offen für Studierende aus dem Ausland bleibt und diese fördert, so dass wissenschaftlicher und interkultureller Austausch bestens erfolgen kann. Herzlichen Glückwunsch! Ibrahim Arrouk, Adnan Hariri, und Homam Tarazi

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