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Der Traum des Studiums ohne Abitur

22. Februar 2019 admin Keine Kommentare

Die Ausnahme zu sein, kann ja mal sehr interessant sein. Zum Beispiel beim Studieren ohne Abitur. Aber ist das möglich? Diese Frage lässt sich an der Universität Hamburg beantworten. Begonnen hat alles mit der Akademie für Gemeinwirtschaft im Jahr 1948. Ein Beitrag von Mahdieh Sheikh Ali Babyei.

Die Akademie beschritt zunächst einen langen Weg mit einer interessanten Geschichte, um heute Teil der Universität Hamburg zu sein und den Traum des Studiums ohne Abitur zu erfüllen. – Ein Weg geprägt vom Wunsch nach besseren Zugangschancen zur akademischen Bildung für Menschen mit anderen Bildungsbiografien und vom Wunsch hin zu einer inklusiveren Bildungspolitik. Ein Weg geprägt von studentischen Kämpfen und Protesten.

Hochschule für Wirtschaft und Politik

Im Jahre 1961 nannte sich die Akademie für Gemeinwirtschaft in Akademie für Wirtschaft und Politik um und erlangte 1970 den Hochschulstatus als Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP). Von 1991 bis zum 31. März 2005 agierte die HWP als selbstständige Universität unter dem Namen Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik im Gebäude Von-Melle-Park 9. Am 1. April 2005 gliederte sich die ehemalige HWP als Department Wirtschaft und Politik (DWP) in die Universität Hamburg ein. Neben einem interdisziplinären Bachelorstudiengang und sieben Masterstudiengängen verfügte die HWP als erste der Hamburger Hochschulen über ein komplett umgesetztes konsekutives Bachelor-Master-Studienmodell. Das Department löste sich 2009 auf und es entstand daraus der Fachbereich Sozialökonomie an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg.

Sozialökonomie

Sozialökonomie ist ein interdisziplinäres Studium der Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft und Soziologie des Fachbereichs Sozialökonomie der Universität Hamburg. Sozialökonomie befasst sich zum einen mit den sozialen Folgen ökonomischen Handelns und zum anderen mit den gesellschaftlichen Einflüssen auf ökonomische Aktivitäten. Vierzig Prozent der Studienplätze im Bachelor Sozialökonomie sind für Studierende ohne Abitur reserviert. Die Zulassung setzt eine bestandene Eingangsprüfung voraus.
Der Fachbereich Sozialökonomie gestaltet das Studium für Studierende ohne Abitur gemeinsam mit seinen Vorgängerinstitutionen und seiner siebzigjährigen Erfahrung einstiegsfreundlich. Mit Unterstützung der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften setzte sich der Fachbereich für flexible Bildungswege und soziale Mobilität ein. Heute ist der Studiengang Sozialökonomie eine Öffnung für die Menschen mit erschwerten Bildungswegen und dadurch konnte Chancengleichheit ermöglich werden. Außerdem ist er ein wichtige Zugangschance für Geflüchtete, die wegen der Flucht über kein Abitur verfügen oder deren Abitur in Deutschland nicht anerkannt wird.
Der Studiengang Sozialökonomie ist ein Beispiel für eine offene Universität, durch die andere Studiengänge Inspiration finden sollten. Er beweist, dass das Abitur nicht die einzige Vorrausetzung sein muss, um studieren zu können und dass eine andere Universität möglich ist.

Ich hoffe, die Sozialökonomie kann für die Universität Hamburg zu ihrem 100-jährigen Jubiläum ein Vorbild sein, wie Universität sich in Zukunft strukturieren und somit der Gesellschaft einen leichteren Zugang zur Hochschule ermöglichen könnte. Mahdieh Sheikh Ali Babaei

Quellen

Universität Hamburg, Broschüre Studiengang Sozialökonomie. Online unter: https://www.wiso.uni-hamburg.de/fachbereich-sozoek/studium/ohne-abitur/flyer-bachelor-sozialoekonomie.pdf (Stand: 11.11.2018, 13:10)

Universität Hamburg (2017), Geschichte des Fachbereichs, Online unter: https://www.wiso.uni-hamburg.de/fachbereich-sozoek/ueber-den-fachbereich/geschichte.html(Stand: 01.10.2018, 15:05 Uhr)

 

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