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In der ganzen Welt oder die Welt in Hamburg studieren

28. März 2019 admin Keine Kommentare

Gestern Hamburg, heute Kanada, morgen China? Wer an der Universität Hamburg studiert, kann dies nicht nur in Hamburg selbst tun, sondern überall auf der Welt. In den letzten hundert Jahren hat die Universität Hamburg eine Vielzahl von Partnerschaften mit Universitäten rund um die Welt geschlossen und Studierenden die Möglichkeit eröffnet, ihren Horizont zu erweitern und ihr Studium in Hamburg durch Auslandssemester zu ergänzen. Ein Beitrag von Marie Wrona.

Students abroad

So können Studierende der UHH nicht nur mit dem Erasmus-Programm innerhalb von Europa, sondern auch mit dem Zentralaustausch der UHH weltweit in Ländern wie Australien, Japan oder den USA studieren. Die Plätze im Erasmus-Programm werden innerhalb der verschiedenen Fakultäten vergeben, so dass man im europäischen Ausland sein Fach weiter studieren kann. Es ist ebenfalls manchmal möglich, andere Kurse für den freien Wahlbereich zu belegen. Wer mit Erasmus im Ausland studiert, bekommt zusätzlich eine Stipendiumspauschale pro Monat. Die Plätze im Zentralaustausch werden zentral (alle Studiengänge/Fakultäten, BA und MA) vergeben, so dass die Kurse an den Partneruniversitäten in der Regel frei gewählt werden können. Eine Monatspauschale gibt es hier zwar nicht, jedoch kann man sich parallel für Stipendien der UHH bewerben. Zusätzlich ist es für das Vorhaben eines Auslandssemesters eine große Unterstützung, dass bei beiden Programmen Studierenden der UHH die Studiengebühren der Partneruniversität erlassen werden: Studierende an Partneruniversitäten im Ausland sind noch immer an der UHH immatrikuliert und zahlen lediglich hier den normalen Semesterbeitrag.

Students in Hamburg

Wer jetzt Lust auf das Kennenlernen neuer Kulturen bekommen hat, aber nicht gleich im Ausland studieren möchte, kann dies auch hier in Hamburg tun. Einer der Vorteile einer so großen Universität wie der UHH ist das breitgefächerte Angebot in diesem Bereich: Zum Beispiel gibt es die Möglichkeit, mit internationalen Studierenden ins Gespräch zu kommen, indem man ein Sprachtandem mit ihnen bildet. Bei diesem trifft man sich beispielsweise einmal wöchentlich und redet eine gewisse Zeit lang in seiner Muttersprache beziehungsweise in der Muttersprache des Partners oder der Partnerin. Ich habe bislang mehrere Sprachtandems (sowohl italienisch als auch englisch) gehabt und kann diese nur empfehlen. Man vertieft nicht nur eine Fremdsprache, sondern lernt in der Regel auch immer viel über die Kultur oder Traditionen von anderen Ländern, was sehr spannend ist. Sprachtandems kann man entweder selbst organisieren oder direkt bei PIASTA online beantragen, was den Vorteil hat, dass man hier auch noch persönliche Angaben (wie zum Beispiel Hobbys) machen kann. Eine andere Möglichkeit, Studierenden zu helfen und gleichzeitig auch über das studentische Leben in anderen Ländern zu erfahren, ist das Buddy-Programm der UHH: In diesem betreut ein „Welcome-Buddy“ der Universität Hamburg einen „Incoming-Buddy“ und hilft unter anderem dabei, sich in Hamburg, auf dem Campus oder im Studien-Infonetz Stine zurecht zu finden. Dieses Engagement kann man sich unter anderem auch als Baustein für das sogenannte CIC (Certificate Intercultural Competence) anrechnen lassen.
Wer nicht ganz so viel Zeit im Semester neben Hausarbeiten, Klausuren und anderen Studienleistungen aufbringen kann, kann trotzdem Teil des „internationalen Campus“ sein. So gibt es Sprachkurse am Sprachenzentrum oder an der Volkshochschule, interkulturelle Trainings, wöchentliche Sprachcafés oder interkulturelle Abende, die PIASTA organisiert. PIASTA bietet außerdem auch jedes Semester ein kostenloses Freizeitprogramm für den interkulturellen Austausch an, bei dem man beispielsweise in einer großen Gruppe zusammen auf der Alster rudert, ins Miniaturwunderland geht oder für einen Tag nach Lübeck fährt. Dabei kommt man sehr schnell mit anderen Studierenden ins Gespräch und lernt neue Leute aus Hamburg oder der ganzen Welt kennen.

Wünsche für die Zukunft

Mich freut sehr, dass es solch ein breites Angebot an unserer Universität gibt und dass der internationale Austausch so gut ermöglicht und auch gefördert wird. Für die nächsten 100 Jahre hoffe ich, dass das Angebot in dieser Form bestehen bleibt beziehungsweise noch weiter ausgebaut wird. Hier wäre wünschenswert, dass an der UHH auch attraktive Studiengänge durchgängig in Englisch angeboten werden, so dass Exchange Students in Hamburg nicht nur für ein oder zwei Semester studieren, sondern internationale Studierende auch ihr gesamtes Studium an der UHH absolvieren könnten. Das würde die Internationalität auf dem Campus weiterhin spürbar erhöhen. Außerdem erscheint es noch wichtig, zu erwähnen, dass man ein Auslandssemester derzeit nur mit etwas Anstrengung auch ohne Zeitverlust organisieren kann. Schöner wären so genannte Mobilitätsfenster in allen Studiengängen, mit denen ein Auslandssemester ohne Verzögerung absolviert werden könnte!

Glückwunsch

100 Jahre Universität Hamburg, 100 Jahre Wissenschaft: viele Jahre der Forschung, Entwicklung, Lehre und Bildung, aber auch der Individualität und Interkulturalität – ein beeindruckender Prozess, der hoffentlich auch in der Zukunft stetig weiterverfolgt wird. Ich bin stolz darauf, ein Teil der Universität Hamburg zu sein, und wünsche alles Gute für die nächsten 100 Jahre! Marie Wrona.

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